Königskerze

Wenn der Sommer seine Zeit beginnt und die Sonne mit ihrer stärksten Kraft auf die Erde strahlt, dann ist die Zeit der Pflanzenfülle. Tausende Blüten schmücken die grüne Natur und überalll wächst es. Eine Pflanze, die sich mit einer sehr eindrucksvollen Blütenpracht ist die Königskerze. An Wegesrändern inmmitten der Wälder aber auch auf Wiesen und an Straßenrändern sieht man die riesiegen Blütenstände mit den gelben Blüten.

Der Blütenstand einer Goßblütigen Königskerze Verbascum densiflorum

Die Großblütige Königskerze, welche zu den häufigsten einheimischen Königskerzen gehört, ist eine zweijährige Pflanzenart. Im ersten Jahr wächst sie als Blattrosette. Erst im 2ten Jahr bildet sie ihre eindrucksvollen Blütenstände. In ihrem ersten Wachstumsstadium kann die Königskerze leicht mit der Blattrosette von Fingerhut verwechselt werden. Unterscheiden kann man die beiden Pflanzen sehr gut anhand der Behaarund ihrer Blätter. Die Königskerze ist komplett beharrt, was ihr auch den Name Wollblume eingebracht hat. Die Blätter des Fingerhuts sind jedich nur an der Unterseite beharrt.

Die Königskerze wird schon seit der Antike als Heilkraut genutzt. So nannte Hippokrates diese Pflanze ein gutes Wundheilmittel. In der modernen Phytotherpaie wird die Pflanze als schleimlösendes Mitte bei Erkältungen und Husten genutzt. Diese Wirkung verdankt die Pflanze den in großen Mengen enthaltenen Saponinen. Die Kräuterkundige Hildegard von Bingen empfahl die Königskerze als Mittel gegen ein trauriges Herz. aber auch äußerlich wird die Pflanze genutzt. Hierbei hat sie eine Juckreiz lindernde Wirkung und eignet sich daher gut in Salben bei Neurodermitits oder anderen juckenden Hautleiden.

Andere Namen für die Königskerze sind auch Wetterkerze, Blitzkerze oder Donnerkerze. Diese Namen deuten auf einen Bezug zum Wetter hin. Früher wurde zum Beispiel anhand der gelben Blütenstände das Wetter vorhergesagt. Wenn sich die Spitze nach Westen neigt, so ist für den Tag Regen angesagt, wenn sie sich hingegen nach Osten biegt, so wird es ein Tag mit sehr viel Sonnenschein. Aber auch magische Wetterzauber wurden mit der Königskerze abgehalten. So räucherte man in vielen Gegenden Königskerzen, um ein nahendes Gewitter abzuwenden. Auch in den Kräuterbuschen (ein Art Smudge Stick), welche zur Sommersonnenwnde aus wichtigen Heil. und Zauberpflanzen gebunden wurde war die Königskerze ein wichtiger Begleiter. Die Blütenstände mit den noch nicht geöffneten Blüten können ebenfalls als Fackel verwendet werden. Hierzu wurden die kräftigen Stängel mit Pech bestrichen und dann angezündet. Diese mächtigen Lichter barchten der Königskerze ihren Namen.

Eine weitere Königskerzenart, die bei uns häufig vorkommt, ist die schwarze Königskerze. Diese ist deutlich kleiner als ihre große Verwandte, hat aber durch dunkle Farbakzente in den Blüten eine wunderschöne Blütenpracht.

Schwarze Königskerze Verbascum nigrum

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