Mit Pflanzen das Immunsystem unterstützen

Nochimmer hat uns die SARS-COV-2 Pandemie voll und ganz im Griff. Fast auf der gesamten Welt steigt die Zahl der Infizierten und Krankheitsverläufe mit einem tödlichen Ende. Die Menschen sind zum Daheimbleiben verdonnert, viele Geschäfte und Unternehmen machen eine Zwangspause. Sozialkontakte müssen behördlich angeordnet gemieden werden. Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen anfangen sich zu sorgen. Im letzten Artikel ging es um die Kräuter, die uns in dieser stressvollen Zeit helfen können, die Angst zu nehmen. Jetzt soll es um weitere pflanzliche Helfer für die Krise gehen. Denn auch die Angst, selbst an der Krankheit zu erkranken und im schlimmsten Fall sogar zu den unglücklichen Wenigen zu gehören, bei denen die Erkranung einen kritischen Verlauf nimmt ist zumindest nachvollziehbar. Insbsondere dann, wenn man selbst zu einer der Risikogruppen gehört. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche gelten als besonders gefährdet. Gut, dass uns auch hierbei die Kräuter ganz aktiv unterstützen können. Es gibt zahlreiche pflanzliche Mittel, die das Immunsystem sträkren und uns so in dieser Zeit dabei unterstützen gesund zubleiben. Zwei besonders wirksame Pflanzen möchte ich hier vorstellen.

Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Echinacea (Echinacea spp.) oder auch Sonnenhut oder Igelkopf ist wohl die bekannteste immunstärkende Pflanze in der Phytotherpie. Diese Pflanze, die es in den verschiedensten farblichen Gestlatungen gibt, ist auch eine beliebte Zierpflanze in Blumengärten. Am häufigtsten verwendet man den purpurnen Sonnehut (Echinacea purpurea) für medizinische Zwecke aber auch die anderen Varianten (Echinacea angustifolia, Echinacea pallida) sind sehr heilkräftig. Die Pflanze kommt ursprünglich aus Nordamerika und wurde von den dortigen Indianerstämmen traditionell bei Halsschmerzen, Mandelentzündung und Atemwegserkrankungen angewandt. Der Name Echinacea kommt dabei aus dem Griechischen und bedeutet Seeigel. Der Name bezieht sich dabei auf die stacheligen runden Blütenköfe der Pflanze.

Purpurner Sonnehut mit summendem Blütenbesucher

Angwendet wird Echinacea am besten als mehrwöchige Teekur. Hierbei trinkt man über einen Zeitraum von zwei Wochen 3 mal am Tag eine Tasse des frisch aufbegrühten Tees aus dem Kraut und Blüten. Die Pflanzenwirkstoffe sind Echinacosid, Kaffeesäure, Polyethine sowie Flavonoide wie Rutin, Kämpferol und Quercetin. Auch ätherische Öle und Alkylamide finden sich in der Pflanze. Vor Allem die Fraktion der Alkylamide wird für die Immunstärkende Wirkung der Pflanze verantowrotlich gemacht. Bei den Nordamerikanischen Indianerstämmen wird vornehmlich der frisch ausgepresste Pflanensaft verwendet. Auch wenn die Konzentration der wirksamen Inhaltstoffe hierbei wesentlich höher ist als bei einem Aufguss mit kochendem Wasser, so ist die Anwendung als Tee doch wesentlich anwenderfreundlicher. Zudem kann hierfür getrocknetes Kraut verwendet weden, welches man einfach in der Apotheke oder dem Kräuterhandel bekommt. Die anwendung sollte aber nie länger als drei Wochen am Stück dauern, da sich die postive Wirkung auf unser Immunsystem dann langsam ins Gegenteil wandelt. mit entprechenden Pausen zwichschen den Anwendungen kann Sonnehut aber durchaus in wiederkehrenden Kuren längerfristig genutzt werden.

Holunderbeeren und Holunderbeersaft

Eine weitere Pflanze, die unser Immunsystem unterstützt ist der Holunder. Da ich über den Holunder bereits einen ausfühlirchen Artiel geschrieben habe (hier), will ich an dieser Stellt nur kurz nochmal darauf eingehen und nur das Wichtigste einmal wiederholen. Sowohl die Blüten als auch die Beeren des Holunders haben eine immunstärkende sowie schweißtreibende Wirkung. Holunder unterstützt den Körper beim Fieber. Fieber ist keine, wie häufig falsch angenommen, negative Krankheitssymptomatik sondern eine wichtige Funktion unseres Immunsystems. Durch das Fieber bekämpft der Körper die Krankheitserreger, die bei diesen hohen Temperaturen nur schlecht überleben können. Es ist also ratsam das Fieber zuzulassen. Die Blüten werden als Tee getrunken, aus den Beeren kann ein Saft gekocht werden. Wichtig zu wissen ist, das die Beeren im rohen Zustand leicht giftig sind. Nur durch das Erhitzen werden die dafür verantwortlichen Inhaltsstoffe zerstört. Holunder war für die Waldvölker Noreuropas eine der wichtigsten Heilfplanzen. Besonders bei Viruserkrankungen schätze man seine stark immunstärkende Wirkung. So wurde der Holunder in Zeiten vor Einführung der Masernimpfung gerne als Thereupitsches Mittel bei dieser Kinderkrankheit genutzt. Der Holunder kann dabei sowohl vorbeugend als auch als therapeutisch bei einer aktuen Erkrankung genutzt werden.

Blüten vom Schwarzen Holunder

Ich wünsche allen Lesern, dass sie gesund und munter bleiben und sich trotz all der schwierigenden Dinge, die derzeit geschehen, nicht ihre postive Einstellung und Hoffnung wegnehmen lassen. Ich hoffe, dass diese kruzen  Ausführungen dem ein oder anderen in dieser besonderen Zeit hilfreich sein können.

 

Text: Fabian Kalis

Bilder: www.pixabay.com

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