Zum Ende des Sommers verkünden die reifenden Holunderbeeren den nahenden Herbst. Im Phänologischen Kalender, der das Jahr in 10 Jahreszeiten teilt, die jeweils mit bestimmten Naturereignissen beginnen, ist die Reife der schwarzen Holunderbeeren der Beginn des Frühherbstes, der ersten der drei herbstlichen Jahreszeiten. Schon lange haben die Menschen die nahrhaften und gesunden Beeren gesammelt und verarbeitet und sich so die positiven Eigenschaften der Holunderbeeren zu Nutze gemacht. In der Volksmedizin spielte der Holunder, insbesondere die Blüten und die Beeren, schon immer eine große Rolle. Doch nicht nur die Heilkräfte machen den Hollerstrauch zu einem lohnenden Schatz auch kulinarisch bieten die Holunderbeeren viele leckere Möglichkeite
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Egal ob man die Holunderbeeren nun heilkundlich oder kulinarisch anwenden möchte, wichtig zu wissen ist, dass die Beeren im rohen Zustand leicht giftig sind. Sie enthalten den Wirkstoff Sambunigrin, der in größeren Mengen aufgenommen zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Am höchsten ist der Gehalt in den noch nicht ausgereiften Früchten, aber auch die schwarzen reifen Beeren entahlten geringe Mengen an Sambunigrin. Dieser Stoff wird jedoch beim Erhitzen zerstört. Aus diesem Grund werden die Holunderbeeren in der Regel ausgekocht. Der so entstehende Saft, der in manchen Gegenden auch Fliederbeersaft genannt wird (nicht zu verwechseln mit dem echten Flieder!), ist dann Grundalge für die weiteren Anwendungen und Rezepte. Der Saft hat einen recht herben Geschmack und wird daher in der Regel mit Honig, Sirup oder Zucker gesüßt. Wenn der Saft im heißen Zustand in geignete Gefäße abgefüllt wird, ist er verschlossen viele Monate haltbar. So kann die kostbare Medizin bis in den Winter hinein gelagert werden.

Fliederbeersaft wirkt schweißtreibend, antibakteriell, antiviral, antimykotisch, antibiotisch, immunstärkend und aufbauend. Daher wird er in der Volksheilkunde gerne bei Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten oder der echten Grippe angewandt. Aber auch bei Masern und anderen Viruserkrankungen galt der Holunderbeersaft als wirksames Heilmittel. Durch seine schweißtreibende Wirkung unterstützt der Holunder die körpereigenen Abwehrkräfte und hilft die Krankheiten auszuschwitzen. So eignet sich der Saft auch zur Unterstüzung bei Schiwtzbädern und Schwitzkuren. Besonders in der kalten Jahreszeit war der Holunderbeersaft ein geschätztes Mittel, das die Krankheiten des kalten Winters mit wohliger Wärme behandelt. Der rohe, unheritzte Saft von frisch ausgepressten Beeren gilt äußerlich angewendet zudem als Heilmittel bei Neuralgien, Gürtelrose und Herpes.
Auch in der Küche lässt sich der Fliederbeersat verwenden. Der Saft ist reich an Provitamin A und verschiedenen B Vitaminen. Er enthält duchscnittlich etwa 48 kcal, 2,5 g Eiweis und 0,5 g Fett pro 100g. Ein Rezept, welches besonders in Norddeutschland und Dänemark ein lange Traditzion hat ist die Holunderbeersuppe. Für diese Suppe kocht man den gesüßten Fliederbeersaft und würzt ihn mit Gewürznelke und Zimt. Gerne werden auch noch ein wenig geriebener Apfel und kleine Birnenstückchen mit hinein gegeben. Diese Suppe wird mit etwas Mehl angedickt. Dazu werden Mehlklöße oder Grießklöße serviert. Fliederbeersuppe mit Klößen ist ein wärmendes Gericht, welches besonders an kalten Wintertagen ein wahrhafter Genuss ist. Der Fliederbeersaft kann außerdem zu fruchtigen Brotaufstrichen verarbeitet werden. Entweder als Zugabe etwa mit Erdbeere oder Himbeere, aber auch einzeln als pure Holundermarmelade.
Text: Fabian Kalis
Bilder: www.pixabay.com
Die Linde, ein Baum mit herzförmigen Blättern, ist häufig in Parkanlagen und auf alten Höfen und Dorfplätzen anzutreffen. Majestetisch ragt sie weit in den Himmel und die vielen jungen Triebe rund um den Stamm zeugen von einer starken Vitalität. Linden können bis zu 1000 Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch werden. Früher gab es in vielen Dörfern im Zentrum die sogenannte Dorflinde. Dies war ein Platz für Versammlungen, Verhandlungen, Hochzeiten und Dorffeste. Die zarten Blätter sind essbar und ergeben vor allem im Frühjahr ein leckeres und mildes Wildgemüse. Sie können sowohl als Salat als auch wie Spinat zubereitet werden. Im Sommer zur Zeit der Blüte ertönt aus den Linden ein unüberhörbares Summen. Bienen, Hummeln und andere Insekten tummeln sich zu tausen
den im reichhaltigen Nektarangebot der Linden. Die Linden sind in dieser Hinsicht glech doppelt atraktiv: nicht nur die Lindenblüten spenden eine süße Mahlzeit für die Insekten. Gleichzeitig mit der Lindenblüte erreicht auch die Population an Läusen, welche sich von den Pflanzensäften der Linde ernähren und den süßen Honigtau ausscheiden ihren Höhepunkt. Dieser Honigtau wird von den zuckerliebenden Insekten gleichermaßen gern gesammelt. Der Honigtau sorgt aber vor allem bei Autobesitzern zuweilen für Frust und Ärger. Wer sein Auto im Sommer unter einer Linde parkt, der hat schnell eine klebrige Schicht auf seinem Auto, an der Blütenstaub, Sand und Dreck kleben bleiben. Für die Bienen und Hongliebhaber ist der Honigtau jedoch ein Segen. Der bekannte Lindenhonig ist nämlich zumeist das Produkt sowohl aus dem Blütennektar als auch dem Honigtau. Lindenhonig hat eine dunkle, braune Färbung und ein würziges & intensives Aroma, das eine leichte Minznote hat.
tungskrankheiten, Fieber und Schmerzen angewendet. Auch dem Lindenhonig werden diese Wirkungen zugeschrieben. Blüten und Honig haben zudem auch eine beruhigende Wirkung. In der anthroposophischen Medizin verkörpert der Lindenhonig in sich die strahlende Sonnenenergie des Sommers mit seinen summenden und lebendigen Linden. Die wärmende und lebensfrohe Energie des Sommers, die im Lindenhonig gebunden ist, vertreibt so die feuchten und kalten krankmachenden Einflüsse in Körper und Geist.







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n, die bei einem Sonnenbrand lindernde Eigenschaften haben. Das Gel der Aloe Vera bietet neben seinen feuchtigskeitspendenen Eigenschaften auch eine angenehm kühlende Linderung bei Sonnenbrand. Ein weiteres gutes Heilmittel ist das sogenannte Rotöl. Hierbei handelt es sich um ein Öl, welches hergestellt wird, indem die Blüten von Johanniskraut in einem Pflanzenöl mazeriert werden. Dass Öl nimmt hierbei eine rötliche Färbung ein. Dieses Öl kühlt und beruhigt die verbrannte Haut und sorgt für ein schnelles Abklingen der Verbrennungserscheinungen. Es ist übrigens nicht nur bei Sonnenbrand sondern bei allen leichten Verbrennungen eine echte Hilfe.




