Noch ist es Winter. Zumindest nach der kalendarischen und meteorologischen Jahreszeiteinteilung. Sonnige Tage mit Temperaturen im zweistelligen Bereich, singende Vögel und sprießende Pflanzen lassen jedoch schon jetzt den nahenden Frühling erahnen. Bei einem kurzen Waldspaziergang ist mir einiges an frischem Grün und erwachender Pflanzenkraft begegnet.

Der blühende Haselstrauch ist einer der ersten Frühlingsboten in der Natur. Noch lange bevor er seine ersten Blätter austreibt hängen die gelben Kätzchen an den dünnen Ästen. Manchmal kann man diese frühe Blütenpracht gar schon im Dezember bemerken. Die gelben Hängeblüten sind reich an Pollen und ein willkommener Nahrungsspender für die ersten Bienen, die sich nach dem kalten Winter hinauswagen. Auch für uns Menschen können die Haselkätzchen eine nahrhafte Proteinquelle sein. Kurz in Butter angebraten ergeben die lang herunterhängenden Blüten eine gesunde und leckere Überraschung. Auch Heilkräfte verbegen sich in ihnen. Als Tee aufgebrüht werden Haselkätzchen in der traditionellen Volksheilkunde schon lange als Mittel gegen grippale Infekte und Erkältungskrankheiten eingesetzt. Als Pollenallergiker sollte man den Genuss von Haselkätzchen natürlich lieber meiden.

An einem kahlen Schlehdorn leuchten die blauen Schlehen im braunen Geäst. Die Beeren verbleiben bis zum Frühjahr an den Sträuchern und können den ganzen Winter hindurch geerntet werden. Für die Schlehen ist dies genau die richtige Zeit, denn sie brauchen den Frost, damit sie bekömmlich werden. Im Herbst noch verderben Bitterstoffe den süßen Genuss. Erst durch Eiseskälte schwinden die Bitterstoffe und die Früchte werden zu einem energiereichen Wintergenuss. Die Schlehe lehrt uns also Geduld zu haben und belohnt dies dann in der kargen Winterzeit mit zuckersüßen Leckereien.

Auch ein paar rote Taubnesseln gehören zu den Pionieren nach dem Winter. Ihr saftiges Grün wird schon von ersten purpurnen Blüten gesäumt. Sowohl die frischen Blätter als auch die Blüten sind essbar und geben eine saftige Ergänzung in einem leckeren Salat. Zart und Vitaminreich helfen sie den Körper nach dem langen Winter mit neuer Lebenkraft zu stärken. In der Volksheilkunde wurde die Taubnessel ebenfalls eingesetzt. Hier gab man sie als Tee bei verschiedensten Frauenleiden.

Ein häufiger Baum in unseren norddeutschen Wäldern ist die gemeine Waldföhre. Als immergrüner Nadelbaum beglückt sie uns auch im Winter mit ihrem grünen Nadelkleid und ist so ein mutmachender Hoffnungsschimmer auf das Wiedererwachen der Natur im Frühling. Den alten Kulturen galt sie somit als Symbol für die ewig währenden Kreisläufe des Lebens. Die langen Nadeln eignen sich getrocknet und zerkleinert als aromatisches Räucherwerk. doch auch als Teeaufguss werden sie gerne genutzt. Der Tee hat einen harzig, frischen Geschmack und wird bei Erkältungskrankheiten getrunken.

An vielen Fichten kann man schon von Weitem einen weißlichen Überzug erkennen. Hierbei handelt es sich um den Ausfluss von Fichtenharz am Stamm. Dies findet man an den Fichten häufiger als an anderen Nadelbäumen, da diese nicht nur bei Verletzungen der Rinde das Harz ausscheiden sondern es scheinbar regelrecht „ausschwitzen“. Das Harz trocknet am Stamm und bildet mit der Zeit große Harzbrocken, die geerntet werden können. Wie das geht und was man mit dem Harz anstellen kann findest du in dem Blogartikel Baumharze zum Räuchern aus heimischen Wäldern.
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Die Linde, ein Baum mit herzförmigen Blättern, ist häufig in Parkanlagen und auf alten Höfen und Dorfplätzen anzutreffen. Majestetisch ragt sie weit in den Himmel und die vielen jungen Triebe rund um den Stamm zeugen von einer starken Vitalität. Linden können bis zu 1000 Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch werden. Früher gab es in vielen Dörfern im Zentrum die sogenannte Dorflinde. Dies war ein Platz für Versammlungen, Verhandlungen, Hochzeiten und Dorffeste. Die zarten Blätter sind essbar und ergeben vor allem im Frühjahr ein leckeres und mildes Wildgemüse. Sie können sowohl als Salat als auch wie Spinat zubereitet werden. Im Sommer zur Zeit der Blüte ertönt aus den Linden ein unüberhörbares Summen. Bienen, Hummeln und andere Insekten tummeln sich zu tausen
den im reichhaltigen Nektarangebot der Linden. Die Linden sind in dieser Hinsicht glech doppelt atraktiv: nicht nur die Lindenblüten spenden eine süße Mahlzeit für die Insekten. Gleichzeitig mit der Lindenblüte erreicht auch die Population an Läusen, welche sich von den Pflanzensäften der Linde ernähren und den süßen Honigtau ausscheiden ihren Höhepunkt. Dieser Honigtau wird von den zuckerliebenden Insekten gleichermaßen gern gesammelt. Der Honigtau sorgt aber vor allem bei Autobesitzern zuweilen für Frust und Ärger. Wer sein Auto im Sommer unter einer Linde parkt, der hat schnell eine klebrige Schicht auf seinem Auto, an der Blütenstaub, Sand und Dreck kleben bleiben. Für die Bienen und Hongliebhaber ist der Honigtau jedoch ein Segen. Der bekannte Lindenhonig ist nämlich zumeist das Produkt sowohl aus dem Blütennektar als auch dem Honigtau. Lindenhonig hat eine dunkle, braune Färbung und ein würziges & intensives Aroma, das eine leichte Minznote hat.
tungskrankheiten, Fieber und Schmerzen angewendet. Auch dem Lindenhonig werden diese Wirkungen zugeschrieben. Blüten und Honig haben zudem auch eine beruhigende Wirkung. In der anthroposophischen Medizin verkörpert der Lindenhonig in sich die strahlende Sonnenenergie des Sommers mit seinen summenden und lebendigen Linden. Die wärmende und lebensfrohe Energie des Sommers, die im Lindenhonig gebunden ist, vertreibt so die feuchten und kalten krankmachenden Einflüsse in Körper und Geist.




n, die bei einem Sonnenbrand lindernde Eigenschaften haben. Das Gel der Aloe Vera bietet neben seinen feuchtigskeitspendenen Eigenschaften auch eine angenehm kühlende Linderung bei Sonnenbrand. Ein weiteres gutes Heilmittel ist das sogenannte Rotöl. Hierbei handelt es sich um ein Öl, welches hergestellt wird, indem die Blüten von Johanniskraut in einem Pflanzenöl mazeriert werden. Dass Öl nimmt hierbei eine rötliche Färbung ein. Dieses Öl kühlt und beruhigt die verbrannte Haut und sorgt für ein schnelles Abklingen der Verbrennungserscheinungen. Es ist übrigens nicht nur bei Sonnenbrand sondern bei allen leichten Verbrennungen eine echte Hilfe.
